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Zuletzt geprüft am Rechtsstand: 22.10.2026 Redaktion: Jeremy Perrin

FastBill vs. Lexware Office (früher lexoffice): welcher Tarif schreibt und empfängt E-Rechnungen?

FastBill Solo sendet und empfängt E-Rechnungen, bei monatlicher Zahlung für 10 € netto im Monat. Bei Lexware Office (früher lexoffice) beginnt das Senden von E-Rechnungen im Tarif M für 12,90 € netto im Monat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Lexware Office S (7,90 € netto im Monat) erfasst E-Rechnungen, erstellt aber keine. Senden ab Tarif M für 12,90 €.
  • FastBill Solo sendet und empfängt E-Rechnungen für 10 € netto im Monat bei monatlicher Zahlung, wie alle FastBill-Tarife.
  • Bei monatlicher Zahlung kostet Lexware Office M 12,90 € netto im Monat, FastBill Solo 10 € netto.
  • Ein Unternehmen mit mehr als 800.000 € Gesamtumsatz im Jahr 2026 muss ab dem 01.01.2027 E-Rechnungen ausstellen.
  • Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer-Voranmeldung gibt es bei Lexware Office erst ab dem Tarif L für 21,90 € netto im Monat.

Stand: 22.10.2026

Welcher Tarif schreibt und empfängt E-Rechnungen?

FastBill Solo kann E-Rechnungen senden und empfangen, Lexware Office S nur erfassen. Eine E-Rechnung ist eine Rechnung als strukturierte Datei, die die Software des Empfängers automatisch liest, ein PDF oder Papier ist keine. Senden heißt erstellen und verschicken, Empfangen heißt erhalten und lesen, und nicht jeder Tarif bietet beides.

Tarife von FastBill, Lexware Office: Preis netto pro Monat, Senden und Empfangen von E-RechnungenFastBill Solo: 10,00 € netto pro Monat bei monatlicher Laufzeit; Senden ja, Empfangen ja. FastBill Plus: 15,00 € netto pro Monat bei monatlicher Laufzeit; Senden ja, Empfangen ja. FastBill Pro: 30,00 € netto pro Monat bei monatlicher Laufzeit; Senden ja, Empfangen ja. FastBill Premium: 59,00 € netto pro Monat bei monatlicher Laufzeit; Senden ja, Empfangen ja. Lexware Office S: 7,90 € netto pro Monat bei monatlicher Laufzeit; Senden nein, Empfangen ja. Lexware Office M: 12,90 € netto pro Monat bei monatlicher Laufzeit; Senden ja, Empfangen ja. Lexware Office L: 21,90 € netto pro Monat bei monatlicher Laufzeit; Senden ja, Empfangen ja. Lexware Office XL: 32,90 € netto pro Monat bei monatlicher Laufzeit; Senden ja, Empfangen ja.Tarifnetto / MonatSendenEmpfangenFastBillSolo10,00 €Plus15,00 €Pro30,00 €Premium59,00 €Lexware OfficeS7,90 €M12,90 €L21,90 €XL32,90 €janein?nicht dokumentiert
Preise netto, geprüft am 16.10.2026 · Quelle: Preisseiten der Anbieter
Anbieter und Tarif E-Rechnung senden E-Rechnung empfangen Formate beim Senden
FastBill Solo Ja Ja ZUGFeRD, XRechnung
FastBill Plus Ja Ja ZUGFeRD, XRechnung
FastBill Pro Ja Ja ZUGFeRD, XRechnung
FastBill Premium Ja Ja ZUGFeRD, XRechnung
Lexware Office S Nein Ja (erfassen) keine
Lexware Office M Ja Ja ZUGFeRD, XRechnung
Lexware Office L Ja Ja ZUGFeRD, XRechnung
Lexware Office XL Ja Ja ZUGFeRD, XRechnung

Quelle: Preisseiten von FastBill (fastbill.com/preise) und Lexware Office (lexware.de/preise), geprüft am 16.10.2026.

Lexware Office S erstellt keine E-Rechnung.

Lexware Office S erfasst empfangene E-Rechnungen und legt sie im Belegarchiv ab, erstellt aber selbst keine. Das Senden von E-Rechnungen beginnt erst im Tarif M. Mehr zu den Tarifen lesen Sie unter Tarife und Kosten von Lexware Office im Detail. Die Preisseite beschreibt die Funktion dort (geprüft am 16.10.2026) so:

E-Rechnungen gemäß EN 16931 in einem strukturierten Datensatz (Formate: ZUGFeRD und XRechnungen) erstellen und übermitteln.

Bei FastBill erstellen, senden und empfangen alle Tarife E-Rechnungen, schon ab Solo, in ZUGFeRD und XRechnung. ZUGFeRD ist ein PDF mit eingebetteter Datendatei, XRechnung eine reine Datendatei ohne Bild der Rechnung. Alle Tarife stehen unter Preise und Tarife von FastBill, und das Banner der Preisseite (geprüft am 16.10.2026) bestätigt es:

E-Rechnung in allen Tarifen enthalten.

Jedes inländische Unternehmen muss nach Auffassung der Finanzverwaltung seit dem 01.01.2025 E-Rechnungen empfangen können, unabhängig vom Umsatz. 1 Die Pflicht, E-Rechnungen auszustellen, gilt für Rechnungen zwischen zwei Unternehmen, die beide in Deutschland ansässig sind. 2 Ansässig heißt zum Beispiel: Sitz, Betriebsstätte oder Wohnsitz im Inland. Kleinunternehmer sind vom Ausstellen dauerhaft ausgenommen. 3 Dafür gelten Übergangsfristen, die wir weiter unten unter „Für wen welches Programm?“ erklären. Ob Sie dafür eine eigene E-Mail-Adresse brauchen, beantworten wir in den Häufigen Fragen.

FastBill vs. Lexware Office (früher lexoffice): was kosten die Tarife?

Alle Preise sind netto, das heißt ohne Mehrwertsteuer, die zusätzlich anfällt. Sie stammen von den Preisseiten beider Anbieter, die wir am 16.10.2026 geprüft haben. Keiner der beiden Anbieter zeigt auf seiner Preisseite einen Bruttopreis. Wir nennen nur Katalogpreise, ohne Aktionsrabatt.

Tarif Monatliche Zahlung, pro Monat Jährliche Zahlung, umgerechnet pro Monat
FastBill Solo 10,00 € 9,00 €
FastBill Plus 15,00 € 14,00 €
FastBill Pro 30,00 € 27,00 €
FastBill Premium ab 59,00 € ab 53,00 €
Lexware Office S (sendet keine E-Rechnung) 7,90 € kein Jahrespreis ausgewiesen
Lexware Office M 12,90 € kein Jahrespreis ausgewiesen
Lexware Office L 21,90 € kein Jahrespreis ausgewiesen
Lexware Office XL 32,90 € kein Jahrespreis ausgewiesen

Alle Preise netto, zuzüglich Mehrwertsteuer, ohne Aktionsrabatt. Geprüft am 16.10.2026 auf den Preisseiten der Anbieter. Lexware Office ist laut Preisseite „monatlich kündbar“ und weist keinen Jahrespreis aus.

Bei monatlicher Zahlung kostet Lexware Office M mehr als FastBill Solo: 12,90 € gegenüber 10 € netto im Monat.

Bei FastBill gilt der Preis von 9 € für Solo nur bei jährlicher Zahlung. Dann bucht FastBill einmal für zwölf Monate ab („Abbuchung erfolgt jährlich“). Bei jährlicher Zahlung wird der Abstand zwischen Lexware Office M und FastBill Solo größer. Wie lange die monatliche Zahlung bei FastBill bindet, nennt die Preisseite nicht. Lexware Office ist laut Preisseite „monatlich kündbar“ und hat keinen Jahrespreis: zwölf Monate sind zwölfmal der Monatspreis.

Ein dritter Vergleichspunkt hilft, wenn Ihnen keines der beiden Programme ganz passt. sevDesk und FastBill stellen wir im Beitrag FastBill im Preisvergleich mit sevDesk nebeneinander.

Brauche ich Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer-Voranmeldung im selben Programm?

Lexware Office S umfasst die Belegerfassung und das Belegarchiv. Lexware Office M umfasst Angebote, Rechnungen, E-Rechnungen und Mahnungen. Lexware Office L enthält Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer, dazu die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die Zusammenfassende Meldung. Lexware Office XL ergänzt EU-Rechnungen, Abschlagsrechnungen, eine API und Serienrechnungen, also Rechnungen, die sich automatisch wiederholen.

Die EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) ist die einfache Art, den Gewinn zu berechnen. Einnahmen minus Ausgaben ergeben den Gewinn. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist die regelmäßige Meldung der Umsatzsteuer an das Finanzamt.

Die Preisseite von FastBill nennt verbundene Bankkonten: Solo 1, Plus 5, Pro und Premium unbegrenzt. Enthaltene Nutzer sind Solo 1, Plus 1, Pro 3 und Premium 5. Automatische Mahnungen gibt es als kostenpflichtige Option. Ob FastBill eine EÜR, eine Umsatzsteuer-Voranmeldung oder wiederkehrende Rechnungen bietet, ist in unserer Prüfung nicht dokumentiert.

Lexware Office L (21,90 € netto im Monat) vergleichen Sie nur dann mit FastBill, wenn die Buchhaltung im selben Programm laufen soll. Geht es nur um die E-Rechnung, vergleichen Sie Lexware Office M mit FastBill Solo. Buchhaltung gewünscht, ja oder nein: danach richtet sich die Paarung, weitere Optionen zeigt Alternativen zu Lexware Office im Vergleich.

Für wen welches Programm?

Wer selbst noch keine E-Rechnung ausstellen muss und eingehende Rechnungen nur ablegen will, kommt mit Lexware Office S technisch aus. Den Versand deckt dieser Tarif nicht ab. Sobald das Ausstellen Pflicht wird, müssen Sie den Tarif wechseln.

Wer E-Rechnungen ausstellen muss, braucht mindestens Lexware Office M oder FastBill Solo. Unternehmen mit mehr als 800.000 € Gesamtumsatz im Jahr 2026 müssen ab dem 01.01.2027 E-Rechnungen ausstellen. 24 Gesamtumsatz meint hier die im Jahr eingenommenen Beträge ohne Umsatzsteuer; einige steuerfreie Umsätze und Verkäufe von Anlagevermögen zählen nicht mit. Unternehmen mit höchstens 800.000 € Gesamtumsatz im Jahr 2026 dürfen Leistungen aus 2027 bis zum 31.12.2027 noch auf Papier abrechnen. Ein anderes elektronisches Format wie PDF ist dann mit Zustimmung des Empfängers erlaubt. Genau 800.000 € gehören noch zu dieser Gruppe. Sie können nachlesen, was die 800.000-Euro-Grenze genau erfasst, und Ihren Gesamtumsatz 2026 mit dem Rechner prüfen.

Wer die Buchhaltung im selben Programm führen will, kommt bei Lexware Office auf Tarif L. Ob FastBill eine gleichwertige Funktion hat, ist nicht dokumentiert. Ihren Einzelfall, also Umsatz und Tätigkeit, beurteilt ein Steuerberater.

Was sagen die beiden Preisseiten nicht?

Die Preisseite von Lexware Office nennt nicht, wie viele Nutzer enthalten sind. Eine Obergrenze für die Zahl der Rechnungen zeigt sie ebenfalls nicht.

Die Preisseite von FastBill nennt keine Vertragsdauer für die monatliche Zahlung, und wir unterstellen keine.

FastBill Premium hat einen Mindestpreis („ab 59 €“ netto im Monat) und wird über eine Demo gebucht („Demo vereinbaren“). Keine der beiden Preisseiten zeigt einen Bruttopreis, also einen Preis mit Mehrwertsteuer.

Keine der beiden Preisseiten nennt das ZUGFeRD-Profil, das erzeugt wird. Mehr dazu in den Häufigen Fragen.

Häufige Fragen

Wie lange kann ich FastBill und Lexware Office kostenlos testen?

FastBill lässt sich 14 Tage testen („Kein Abo, keine Verpflichtung“). Der Test von Lexware Office läuft 30 Tage und endet danach automatisch („Kein Abo“). Diese Angaben stammen von den Preisseiten beim Stand 03.09.2026, nicht vom 16.10.2026.

Brauche ich eine eigene E-Mail-Adresse für E-Rechnungen?

Nein, eine eigene Adresse ist laut Finanzverwaltung nicht nötig, wenn Sie E-Rechnungen per E-Mail empfangen. Ein Postfach nur für E-Rechnungen verlangt sie nicht. 5 Das ist die Auffassung der Finanzverwaltung, nicht der Gesetzestext. Dass eine E-Mail allein genügt, folgt daraus nicht. Mehr dazu: was beim Empfang per E-Mail gilt.

Bis wann darf ich noch eine PDF-Rechnung schicken?

Alle Unternehmen dürfen Rechnungen für Leistungen bis Ende 2026 bis zum 31.12.2026 als PDF mit Zustimmung des Empfängers oder auf Papier ohne Zustimmung schicken. 6 Unternehmen mit höchstens 800.000 € Gesamtumsatz im Vorjahr dürfen Leistungen aus 2027 bis zum 31.12.2027 noch anders abrechnen. 4 Ein PDF braucht dann die Zustimmung des Empfängers, Papier nicht. Mehr dazu: PDF-Rechnung: was bis Ende 2026 und danach gilt.

Was kosten zusätzliche Nutzer und automatische Mahnungen bei FastBill?

Zum Stand 16.10.2026 kostet ein zusätzlicher Nutzer bei FastBill 5 € netto im Monat. Automatische Mahnungen gibt es ab 4,90 € netto im Monat, in Premium sind 20 Mahnvorgänge enthalten. Der Import von Belegen über GetMyInvoices beginnt bei 9 € netto im Monat. In der Tabelle sind diese Optionen nicht eingerechnet.

Welche ZUGFeRD-Profile erzeugen FastBill und Lexware Office?

Die beiden Preisseiten nennen nur „ZUGFeRD“ und „XRechnung“, aber kein Profil. Welche Profile die Programme erzeugen, ist deshalb nicht dokumentiert. Ein ZUGFeRD-Profil legt fest, wie viele Daten die Datei enthält. Mehr dazu unter ZUGFeRD-Profile im Überblick und XRechnung: Format und Version.

Quellen

  1. Abschn. 14.1 Abs. 5 Satz 1 UStAE, BMF-Schreiben vom 15.10.2025 — bundesfinanzministerium.de, abgerufen am 22.10.2026
  2. § 14 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 UStG — gesetze-im-internet.de, abgerufen am 22.10.2026
  3. § 34a Satz 4 UStDV — gesetze-im-internet.de, abgerufen am 22.10.2026
  4. § 27 Abs. 38 Nr. 2 UStG — gesetze-im-internet.de, abgerufen am 22.10.2026
  5. Abschn. 14.1 Abs. 5 Satz 3 UStAE, BMF-Schreiben vom 15.10.2025 — bundesfinanzministerium.de, abgerufen am 22.10.2026
  6. § 27 Abs. 38 Nr. 1 UStG — gesetze-im-internet.de, abgerufen am 22.10.2026
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